Mitleid ist auch keine helfende Hand. Genauso wenig wie die anklagende. Beides ist einfach töricht. Gut tut der Realist, der das Problem möglichst klar und nüchtern angeht. Der, der die Hand hält, aber nicht streichelt oder ausschlägt.

Oft beklagt sich, der sich in einer Lebenskrise befindene Mensch über seine für ihn scheinbar ausweglose Situation oder er analysiert im Bestreben einen rettenden Strohhalm zu umklammern die Situation, in der er sich befindet ohne die Erkenntnis, dass er auf eine "Rettung" wartet ohne für sich ein Zutun ermöglicht zu sehen. Der Suchende erfährt in seinem Umfeld oft Unverständnis, vielleicht sogar Vergleiche mit anderen "organischen" Gebrechen. Oft sollen diese Worte ihm vor Augen führen, dass es ihm doch gut gehe. Er sei doch nicht lebensbedrohlich krank oder leider unter einer "Behinderung" im physischen Sinne.

Schon fatal.

Der Frust wächst. Oft enstehen weitere Konflikte. Familienangehörige, Freunde, die aus ihrer Hilflosigkeit diese Worte nutzen und verbittert diese Methoden anwenden.
Wachrütteln möchten sie.
Die Augen öffnen.

Auch der seelisch Leidende sollte sich vor Augen führen und es zulassen, dass es Beweggründe für diese Verhaltensweisen gibt, die ihm zuteil werden. Natürlich ist es schwer und durch die Last, die er in seiner seelischen Krise schon trägt noch Gewicht mehr, aber es sollte ihm auch vor Augen führen, dass diese "Anklage" sehr häufig gut gemeint ist oder aus Hilflosigkeit passiert.

Wir wünschen uns alle, dass wir über Gefühle nüchtern und klar reden können.

Wir suchen schmerzvoll nach jener, helfenden Hand.
Wo immer sie sein mag.

Vielleicht sollten wir alle einmal darüber nachdenken. Ob betroffen oder nicht...!

Meine Gedanken

Seit zwei Jahren betreibe ich ein Projekt, dass mir sehr am Herzen liegt.

Menschen, die in seelische Krisen geraten und insbesondere in einen
Sumpf von Ängsten und Panik geraten sind, biete ich eine erste Anlaufstelle/Informationsquelle und Möglichkeit wie sie aus diesem Teufelskreis herauskommen könnten.
Ich habe in dieser Zeit schon viele wunderbare Menschen kennengelernt, ihre Wege begleitet und mich mit ihnen über ihre kleineren und größeren "Erkenntnisse" erfreut.

Diese Erlebnisse, Erfahrungen sind gerade ein wichtiger Bestandteil des Buches, was ich seit einigen Monaten schreibe.

Die Lebenskrise kann sich in viele Richtungen bewegen. Ob Depression, Panikerkrankungen ( Agoraphobie), Burn-out, Süchte...oft enstanden sie aus Momenten von Überforderungen, Traumata oder auch gesellschaftlichem Mobbing.

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