Klaus Windolph

Seit nunmehr 50 Jahren lichte ich fast alles ab, was mir vor die Linse kommt. Als kleiner Junge habe ich geknipst, später habe ich versucht zu fotografieren und nun liefert mir die Fotografie nur noch den Rohstoff oder das Ausgangsprodukt für meine Bilder.

Vor 25 Jahren unternahm ich schon die ersten Schritte Computergrafik und Realfotografie zu mischen. Meine Werkzeuge waren damals ein Commodore C64, meine analoge Spiegelreflex Kamera und mein Farblabor. Wenn ich mir heute überlege, wie lange ich damals für ein Bild gebraucht habe, muss ich sagen, in dieser Hinsicht vermisse ich „die gut alte Zeit" nicht. Dank der heutigen digitalen Techniken entstehen immer wieder neue Herausforderungen an die Kreativität, somit sind für mich der Computer die Leinwand und die Digitalkamera der Pinsel geworden.

Da ich nicht auf die Gunst des Augenblicks angewiesen bin, ist der Bildinhalt für mich im Sinne der Fotografie unwichtig geworden. Ich stelle mit meinen Bildern eine andere Art von Realität dar, denn was ist real und was ist Einbildung.

Wie sagte Salvatore Dali einst über Surrealismus: "Unverstandene, ungesehene Bilder wider allem was fassbar und doch gerade deswegen wieder real nur diesmal von Innen"

So verstehe ich meine Bilder als Foto – Grafiken,- und diese haben mit der Fotografie im herkömmlichen Sinne nichts mehr zu tun. Ich weiß, dass meine Bilder nicht jedem gefallen,- sollen sie auch nicht. Mir reicht es schon, wenn ich Diskussionen auslöse. Dadurch merke ich, dass man sich mit meinen Werken und dem Thema Digiart auseinandersetzt.

Zum Schluss ein Spruch der es mir besonders angetan hat: „ Es gibt viele Narren, die so tun, als wären sie gescheit. Warum sollte ich nicht so tun dürfen, als wäre ich ein Narr.“

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